Wieder einmaliges Brauchtum gepflegt
Rund 480 Aperschnalzer ließen in Waging die Goaßln schnalzen
Preisschnalzen „Rund um den Waginger See“ fand dieses Jahr in Waging statt
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Beim Preisschnalzen „Rund um den Waginger See“ am Sonntag bei der Bergader Sportarena in Waging drehte sich alles rund um das „Aperschnalzen“, ein besonderes Brauchtum, das durch diese Veranstaltung jedes Jahr auf´s Neue gepflegt wird. Seit 1980 wird das Preisschnalzen jedes Jahr in unterschiedlichen Orten rund um den Waginger See durchgeführt. Das „Aperschnalzen“ wird nur im historischen Rupertiwinkel, also zwischen Tittmoning und Piding, sowie im angrenzenden Flachgau und in der Stadt Salzburg von Stephanitag bis zum Faschingsdienstag durchgeführt und soll nach altem Brauch den Winter austreiben und von bösen Mächten bewahren. |
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Zum 45. Mal fand heuer das Preisschnalzen „Rund um den Waginger See“ statt und wurde dieses Mal wieder von der Schnalzergruppe und dem Trachtenverein Waging veranstaltet. Zahlreiche Zuschauer kamen zur Schnalzerwiese neben der Bergader Sportarena, um sich die Passen der Jugend- und der Allgemeinen Gruppe anzusehen, aber vor allem anzuhören. Denn insbesondere die Preisrichter, dürfen die Passen auf der Schnalzerwiese nicht sehen, sondern lediglich hinter geschlossenen Wänden hören. Mit Schildern werden die Passen nacheinander aufgerufen, um zuerst den 1. und danach den 2. Durchgang zu absolvieren. Jede Gruppe hat 9 Teilnehmer, die von Hand gefertigten Goaßln mitbringen, sich hintereinander auf der Wiese aufstellen und auf Kommando des ersten Schnalzers die Goaßln über ihrem Kopf schwingen lassen. Bewertet wird nach gleichmäßigem Takt und nach der Lautstärke. Hierbei kommt es zuerst vor allem auf einen gleichmäßigen Rhythmus des Goaßl-Knalls in der Pass an. Im 2. Durchgang folgte dann die Basswertung, bei der alle Schnalzer der Pass den Knall möglichst gleichzeitig schnalzen müssen. Hier bewiesen die Teilnehmer meist viel Kraft, Geschicklichkeit und das „Gspür“ für den richtigen Rhythmus. Auch die kleinsten Schnalzer zeigten, dass sie sich richtig ins Zeug legen können. Etwa 480 Aperschnalzer und Aperschnalzerinnen nahmen am Preisschnalzen in Waging teil, viele Buam und mittlerweile auch einige Dirnd sind in den teilnehmenden Passen aus Kirchanschöring, Laufen, Palling, Ringham, Roth, Schönram, Tittmoning, Schnoat, Kühnhausen, Fridolfing und Waging dabei und zeigten in 31 Allgemeinen und 22 Jugend-Passen ihr Können. |
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Bei der anschließenden Preisverteilung stieg dann die Spannung, denn es wollten letztlich alle wissen, ob sich die vielen Schnalzerproben in den letzten Wochen gelohnt haben, ist doch die Schnalzersaison jedes Jahr aufs Neue für die alle Beteiligten eine Art eigene Jahreszeit. Michael Mühlbacher, der 2. Jugendvertreter der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel und unter anderen einer der Waginger Schnalzertrainer verlas mit Spannung die Platzierungen. Die beste Leistung in der Jugendgruppe konnte die Pass Waging I zeigen, gefolgt von der Pass Laufen I und Waging II. Den 4. Platz belegte hier die Pass Schönram I und den 5. Platz die Pass Fridolfing I. In der Allgemeinen Gruppe konnte die Pass Schönram II den Wettbewerb für sich entscheiden. Den 2. und 3. Platz erzielten die Passen Schönram III und Waging II, gefolgt von Waging III und Grassach-Tittmoning I. Die Freude der Sieger konnte man durch laute Jubelschreie deutlich hören. Jede teilnehmende Schnalzerpass erhielt eine Brotzeit sowie eine Urkunde als Andenken. Die Erstplatzierten durften sich die beliebte Wander-Goaßl für ein Jahr mit nach Hause nehmen. |
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Die Musikkapelle Waging sorgte während der Veranstaltung für gute Unterhaltung und Mühlbacher bedankte sich zum Schluss noch bei der Gemeinde Waging für die gute Unterstützung und bei den zahlreichen Besuchern und bei allen Mitwirkenden für den reibungslosen Ablauf des Schnalzer-Tages in Waging. Das große Rupertigau-Preisschnalzen der „Schnalzervereinigung des Rupertiwinkels“ findet nächsten Samstag, 7. Februar 2026 und Sonntag, 8. Februar 2026 in Kirchanschöring statt. |
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| Text: Vroni Maier, Bilder Vroni Maier u. Engelbert Babinger | |||
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