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GTEV "D' Mühlberger" Waging e.V. gegründet 1905


Chronik


Die Waginger Tracht

Wie alles begann…

„Treu dem guten alten Brauch“, dieser Gedanke wird beim GTEV „D’Mühlberger“ Waging seit seinem Bestehen besonders gepflegt.
Der Trachtenverein Waging wurde 1905 unter dem Vorstand Schorsch Schweyer gegründet. Dieser führte die „Mühlberger“ bereits 1907 in den Gauverband I. Der Name des Vereins ist den damaligen Gründungsmitgliedern zu verdanken, da diese überwiegend um den Wallfahrtsort „Maria Mühlberg“ wohnten. Nach dem 1. Weltkrieg, währenddessen das Vereinsleben etwas gelitten hatte, erreichte der Trachtenverein durch Max Lukas wieder mehr Ansehen. Er kam damals aus Reit im Winkl nach Waging und übernahm 1920 das Amt des 1. Vorstandes. 1923 erwarb man die erste Vereinsfahne. Der 1924 gewählte 1. Vorstand Josef Mörtl bemühte sich besonders die Trachtentänze und Plattler wieder einzustudieren. Ebenso begann er die Vereinstracht zu vereinheitlichen. Zu dieser Zeit schloss sich die Musikkapelle Waging, für die nächsten Jahrzehnte, dem Trachtenverein an. Später wurde sie wieder ein eigener Verein. Georg Schneider war von 1930 bis  Anfang 1935 1. Vorstand. Ihm folgte für 8 Monate Franz Fellner. Unter diesem als Vorstand und mit Georg Schneider als Festleiter durften die Waginger 1935 das 37. Gaufest des Gauverbandes I ausrichten. Schon damals nahmen daran 92 Trachtenvereine und 11 Musikkapellen teil. Im Herbst des Jubiläumsjahres wurde Bernhard Waldherr 1. Vorstand. Darauf folgte nochmals Georg Schneider von 1936 bis 1945.
 

Weitere erfolgreiche Jahre…

Nach dem 2. Weltkrieg trat Jakob Schneider das Amt des 1. Vorstandes an und baute den Verein mühevoll wieder auf. Von 1951 bis 1952 war Franz Schwangler 1. Vorstand des Waginger Trachtenvereins. Dieses Amt übernahm Jakob Schneider wiederum von 1952 bis 1965. Der Verein feierte sein 50-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe im Jahre 1955. Es beteiligten sich 52 Vereine mit ca. 1.450 Trachtlern und 11 Musikkapellen. Mehr als 50 Jahre lang lernte Jakob Schneider den Buam und Dirndln in Waging das Plattln, Drahn und Tanzen. Er war es auch, der 1961 die erste Kindergruppe des Vereins gründete. Das 60-jährige Gründungsfest wurde 1965 nur im kleinen Rahmen gefeiert. Im Herbst 1965 wurde Paul Tradler für die nächsten zwei Jahre zum 1. Vorstand gewählt. Darauf folgte von 1967 bis 1987 Engelbert Babinger als 1. Vorstand. Unter seiner Leitung fand das 70-jährige Gründungsfest zusammen mit dem 85. Gaufest des Gauverbandes I in Waging statt. Diesmal nahmen bereits 113 Vereine mit ca. 7.000 Trachtlern und 33 Musikkapellen teil. Erwähnenswert ist, dass bei diesem Fest ca. 30.000 Zuschauer in Waging waren, um sich den prachtvollen Festzug anzusehen. 1980 lud der Festausschuss, wieder geführt von Engelbert Babinger, zum 75-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe ein. Im selben Jahr wurde der Waginger Josef Harbeck sen. zum Gauvorplattler des Gauverbandes I gewählt. Seine Amtszeit betrug 15 Jahre. Nach 34-jähriger Pause stellten 1985 die Trachtler in Waging wieder einen Maibaum auf. Dies wird bis heute im Abstand von vier Jahren weitergeführt. Ein bedeutender Abschnitt in der Vereinsgeschichte war in den Jahren 1984 und 1985 der Bau eines eigenen Vereinsheimes unter der Leitung von Engelbert Babinger. Im Herbst 1987 übernahm Josef Schuhegger das Amt des 1. Vorstandes. Zum ersten Mal veranstalteten die „Mühlberger“ 1989 einen Wettbewerb im Fingerhackln. Der Verein entwickelte sich mit der Zeit zu einem der mitgliederstärksten Trachtenvereine im Rupertiwinkel.

Vier Vorstandsgenerationen an einem Tisch

Höhepunkte der letzten Jahrzehnte…

Matthias Schneider war von 1991 bis 2011 1. Vorstand des Vereins. Während seiner Amtszeit hat sich der Trachtenverein Waging, dank seines Einsatzes, weiter gut entwickelt. Im Jahr 1994 bauten Vereinsmitglieder einen Grill- und einen Festwagen für den Verein, welche bis heute noch in Verwendung sind. Das 90-jährige Gründungsfest feierten die Waginger 1995. Die Festleitung lag in den Händen des 1. Vorstandes Matthias Schneider sowie des Schriftführers Josef Schneider. Außerdem übernahm der Waginger Felix Siglbauer im selben Jahr das Amt des Preisrichterobmanns des Gauverbandes I, das er bis zu seinem Tod im Juli 2008 ausführte.
1997 wurde der Wunsch eines eigenen Vereinsstadels in die Tat umgesetzt. Dank 2.800 geleisteter Arbeitsstunden von Vereinsmitgliedern und einer unentgeltlichen Unterstützung verschiedener Waginger Firmen und Waldbauern konnte dieser im Frühjahr 1998 fertiggestellt werden. Engelbert Babinger wurde im gleichen Jahr, für seine außerordentlichen Verdienste im Verein, zum Ehrenvorstand ernannt.

Kirchenzug beim Gaufest 2005 beim Triumphbogen.

Das 100-jährige Gründungsfest des GTEV D´Mühlberger Waging fand, zusammen mit dem 115. Gaufest des Gauverbandes I, am 16. und 17. Juli 2005 mit anschließender Festwoche statt. Die Festleitung dafür übernahm Josef Schneider, Schirmherr war der damalige Bürgermeister der Gemeinde Sepp Daxenberger. Über 8.500 Trachtlerinnen und Trachtler von 120 Trachtenvereinen, zahlreiche Festwägen und 48 Musikkapellen zogen am Festsonntag durch Waging. Für das Gaufest war eine lange Vorbereitungszeit notwendig, in der die Vereinsmitglieder ihr handwerkliches Geschick bewei-sen konnten.

Einer der Höhepunkte beim Vereinsjubiläum war der Auftritt des amerikanischen Patenvereins „Blautaler“ Kansas City beim Festabend. Gegründet wurde dieser von der Wagingerin Anne

Mader. Im März 2011 starteten 23 Waginger Trachtler zu einem elftägigen Gegenbesuch nach Amerika.
 

Waginger Aperschnalzer

Trachtenkinder vorm Vereinsheim


Vereinsmusikanten

Unser Verein heute…

Nach den Feierlichkeiten wurde der Umbau des Vereinsheims in Angriff genommen. Seit 2007 verfügt dieses über eine geräumige Küche und ein Ankleidezimmer. Im September 2011 feierte der Trachtenverein das 50-jährige Bestehen der Kinder- und Jugendgruppe. Matthias Schneider, Josef Harbeck sen., Anton Lirk, Josef Schuhegger und Franz Hirschhalmer waren Buam aus der ersten Jugendgruppe und erinnerten mit einem gemeinsamen Plattler an die frühere Zeit. Im Jahr 2012 ernannte der Gauverband I Josef Harbeck sen., aufgrund seiner Amtszeit als Gauvorplattler und seiner langjährigen Verdienste, zum Gauehrenmitglied.
Der Waginger Trachtenverein zeichnet sich insbesondere durch regelmäßige Veranstaltungen wie z. B. dem Starkbierfest, dem Gartenfest, dem Seefest oder dem Sänger- und Musikantenhoagart aus. Außerdem werden jährlich sechs Heimatabende im Strandkurhaus Waging veranstaltet, die besonders von den Urlaubern gerne besucht werden. Der Verein samt Fahnenabordnung ist auch bei allen kirchlichen Festen vertreten. Beim jährlichen Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg beteiligen sich die Trachtler mit einem Festwagen. Mit 5-10 Mannschaften nimmt der Verein seit 1980 erfolgreich bei der Gemeindemeisterschaft im Luftgewehrschießen teil. Hervorzuheben sind außerdem die regelmäßigen Proben der Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe, sowie viel Ehrgeiz beim Plattln und Dirndldrahn. Dies zahlte sich bei den Wagingern in den letzten Jahrzehnten aus. Insgesamt wurde 24-mal das Gaujugendpreisplattln und 18-mal das Gaupreisplattln von einem/r Waginger Trachtler/in gewonnen. Seit 1964 sind die „Mühlberger“ durchgehend in der Gaugruppe vertreten. Mitglieder der Gaujugendgruppe gab es immer wieder aus Waging.

Erfreulich ist, dass Volksmusik und Gesang im Waginger Verein schon immer einen hohen Stellenwert haben. Vielen Personen gilt es hier im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zu danken, besonders Jakob Schneider, der unzähligen Buam und Dirndln in Waging das Ziach spielen beibrachte. Zu erwähnen ist auch einer der bekanntesten Ziachspieler Bayerns, der Schneider Willi. Er lernte ebenfalls vielen jungen Leuten das Spielen mit der Diatonischen und organisierte zahlreiche Ziachtreffen. Zurzeit gibt es in Waging, neben vielen anderen Musikanten, ca. 40 Ziachspieler, darunter viele Vereinsmitglieder.

Die Aperschnalzer sind im Waginger Trachtenverein ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Die Schnalzergruppen nehmen seit 1959 regelmäßig an dem Rupertigaupreisschnalzen teil. 1960 wurde die erste Jugendpass gegründet. Seit Beginn des Preisschnalzens rund um den Waginger See 1980 sind die Waginger fester Bestandteil davon. Der Trachtenverein durfte dieses bereits mehrmals in Waging ausrichten. Vertreten sind die Waginger Schnalzer auch beim jährlichen Faschingszug in der Markgemeinde. Ebenso waren sie bei Veranstaltungen, wie bei Gautrachtenfesten, der Fußballweltmeisterschaft 1974, dem Biathlon Weltcup in Ruhpolding und dem Jahrhundertfest des Bayrischen Trachtenverbandes in München mit Stolz dabei. Mit Jakob Schneider und Anton Hinterreiter sen., später dann Matthias Schneider und aktuell Michael Mühlbacher gab es schon immer Personen, die sich um das Bestehen der Schnalzerpassen, die Jugendarbeit und das Herrichten der Goaßln kümmerten. Derzeit gibt es in Waging 8 Passen mit 72 aktiven Schnalzern. Geprobt wird seit jeher auf dem Moier-Hof in Hirschhalm.

Seit Herbst 2011 hat der Trachtenverein Waging eine sehr junge Vorstandschaft mit Franz Hofmann jun. als 1. Vorstand. 2. Vorstand ist Matthias Egger, 1. Schriftführerin Iris Siglbauer und 1. Kassier Christian Wegscheider. Aktuell besteht der Verein aus 535 Mitgliedern.

Veronika Schneider und Iris Siglbauer

Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg

Die Aktiven des Vereins beim Gruppenplattln

Fotogalerie


zum Gauverband I


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